Resilienz-Häppchen: Lösungsorientierung - Wie kleine Schritte den Familienalltag verändern
Nach der Akzeptanz widmen wir uns heute einer weiteren, unglaublich kraftvollen Säule: Der Lösungsorientierung.
Wo liegt dein Fokus?
Hand aufs Herz: Wenn im Alltag etwas mal wieder überhaupt nicht rund läuft oder funktioniert, worauf wandert Dein Blick? Meistens ertappen wir uns dabei, dass wir uns voll und ganz auf das Problem einschiessen. Wir ärgern uns über das, was schiefgeht, und blockieren uns damit oft selbst.
Ich möchte Dich heute zu einem Perspektivenwechsel einladen. Wenn du merkst, dass du im „Problem-Modus“ feststeckst, stell Dir lieber folgende Fragen:
Was funktioniert denn eigentlich schon?
Was läuft jetzt gerade in diesem Moment bereits gut?
Was kann ich genau daraus für das nächste Mal mitnehmen?
Die Magie der kleinen Schritte
Wenn wir über Lösungen nachdenken, meinen wir oft, wir müssten das Rad komplett neu erfinden oder riesige Veränderungen anstossen. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Geh in kleinen Schritten vorwärts. Es sind die winzigen Anpassungen, die Grosses bewirken können.
Ein Beispiel aus dem Alltag: Der morgendliche Stress
Dein Kind möchte sich morgens einfach nicht fertig machen, trödelt und hat absolut keine Lust. Das Problem kennen wir fast alle.
Der lösungsorientierte Blick darauf: Dein Kind ist schon aufgestanden? Super, das ist doch schon mal etwas sehr Positives!
Der nächste kleine Schritt: Überlege Dir, womit Du Deinem Kind am Morgen eine kleine Freude bereiten kannst, damit das Anziehen und sich Fertig machen leichter fällt. Wie wäre es zum Beispiel mit eurer Lieblingsmusik? Lasst die Musik laufen, tanzt gemeinsam ins Badezimmer und putzt euch hüpfend und gut gelaunt die Zähne. So wird aus dem Pflichtprogramm ein spielerischer Moment, der den Stress komplett rausnimmt.
Jetzt bist du dran!
Lösungsorientierung ist wie ein Muskel, den man trainieren kann. Ich lade dich ein, es in den kommenden Tagen selbst auszuprobieren.
Herzliche Grüsse,
Janet